Dienstag, 20. Oktober 2015

Tranquila! :)

Huhu!

Ich melde mich auch mal wieder, nachdem ich jetzt seit circa 6 Wochen in Panama bin. Außerdem habe ich auch einiges zu berichten, da recht viel passiert ist.

Eine der wichtigsten Informationen ist wohl, dass ich die Familie vor 3 Wochen gewechselt habe. Es lief einiges nicht so, wie es hätte laufen sollen. Jetzt fragen sich bestimmt viele wie es dazu kam, da ich in meinen vorherigen Blog-Einträgen so positives berichtet habe. Ich war einfach dankbar in Panama zu sein und für mehr ist das Internet auch meiner Meinung nicht gemacht.

Ich hatte das Glück, dass ich eine gute Betreuerin von AFS (meiner Organisation) bekommen habe und ein noch größeres Glück, dass ich so schnell bei meiner neuen Familie einziehen konnte. Ich hatte die Chance nochmal fast neu anzufangen. Die Schule und die Stadt habe ich jedoch nicht wechseln müssen und darüber bin ich auch sehr froh.
Meine neue Familie besteht aus meinen Eltern und meinen 3 Schwestern, welche 3,7 und 16 Jahre alt sind. Streng gesehen bin ich also das älteste Kind. Außerdem gibt es noch Großeltern und unglaublich viele Cousins, Cousinen, Onkels und Tanten. Ich werde von jedem wirklich nett behandelt und fühle mich sehr Willkommen und aufgenommen. Ich mag meine Familie sehr und fühle mich seit ich hier bin sehr wohl. Meine Langeweile ist zwar teilweise noch da, da Panameños nicht gerade die am meist-beschäftigsten Menschen sind, aber durch meine Schwestern werde ich auch auf Trapp gehalten. Meine gleichaltrige Schwester geht auch auf meine Schule „Instituto Coronel Segundo de Villarreal“.


PS: Einen Welpen haben wir auch noch und jeder der mich kennt weiß wie toll ich dass finde.

Mein Geburtstag hier war wirklich sehr anders als ich ihn mir vorgestellt habe. Doch durch meine Klassenkameraden und einen guten Freund wurde es ein sehr schöner Tag. Diese haben nämlich sich viel Mühe gemacht und eine kleine Überraschungsparty mit einer Torte, einer Piñata, Plakaten und Luftballons veranstaltet. Ich war echt total begeistert und habe es auch nicht erwartet, zumal ich zu diesem Zeitpunkt erst seit einer Woche in ihrer Klasse war. Und dass spiegelt für mich gut wieder, wie herzlich und liebenswert Panameños sind. Abends durfte ich dann noch nach Chitre, die nächst größte Stadt und gut und viel essen.







Eine Woche später hatte dann meine Schwester ihren siebten Geburtstag. Das wurde natürlich auch gefeiert und wurde dank vielen Gästen, gutem Essen, viel Humor und Lebensfreude zu einem tollen Tag. Natürlich gab es auch eine Piñata, mit welcher ich wiedermal sehr viel Spaß hatte.





  
Meine Schule hat außerdem eine Feria veranstaltet, welche den Sinn hatte sich vor anderen Schulen zu präsentieren. Es gab viel Tanz, Musik,  Ausstellungen der verschiedenen Fächer und vor allem sehr viel Arbeit.
Die Menschen hier stehen aber voll auf Feste, dementsprechend gibt es auch echt viele. Die richtige Saison kommt aber erst noch und so ist meine Vorfreude sehr groß.


Nun zu einem der Höhepunkte meiner jetzigen Zeit hier: Das dreitägige Post-Arrivalcamp in Panama City.

Wir sind schon morgens früh los um noch ein bisschen Zeit in der Hauptstadt zu verbringen, bis wir zum AFS-Hostel mussten. Von Chitre aus steigt man einfach in den Bus ein, fährt circa 4 Stunden nach Panama City, macht eine Pause um etwas zu Essen oder Trinken, steigt beim Hupen des Busfahrers wieder ein und bezahlt beim Aussteigen dann seine 9 Dollar für die Fahrt. Es ist alles viel lässiger als in Deutschland. Ich hatte das Glück eine wirklich sehr coole Gruppe aus Deutschen, Italienern, Österreichern, Norwegern und Thailändern erwischt zu haben und habe mich in den 3 Tagen mit jedem gut verstanden und sie wirklich lieb gewonnen. Außerdem hatten wir alle das Glück, dass unsere Betreuer wirklich sehr cool waren und mit uns auch abends an die Cinta Costera und in die Altstadt gegangen sind, welche wirklich sehr schön ist und ein bisschen an Altstädte in europäischen Ländern wie Spanien oder Italien erinnert. So konnte niemand seine Kamera in der Tasche lassen und es wurden sehr viele Bilder geknipst. Jedoch kann kein Bild wirklich zeigen wie schön die Stadt ist, mit der Mischung aus den verschiedenen Kulturen und aus Skyline und Altstadt. So lief man in einem Park auf einer Straße mit vielen Palmen entlang; auf der einen Seite das Meer, auf der anderen Straßenverkäufer, vor einem die wunderschöne Altstadt und hinter einem die atemberaubende Skyline. Es gab niemanden der nicht begeistert war, da es für jeden seinen eigenen Charme hatte. Die einen, normal in Bangkok lebenden fühlten sich vor der Skyline als wären sie Zuhause und die anderen fühlten sich in der Altstadt als wären sie in ihrer Heimat Italien. Außerdem war zufälligerweise genau an diesem Tag der Internationale „Hug an Exchange Student“ Tag und so hatten manche sich ein Schild mit der Aufschrift: „Hug an Exchange Student! Dame un abrazo.“ gemacht und damit so einigen Menschen auf der Straße ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Viele wollten nicht dass der Abend so schnell endet und so blieben einzelne noch bis um 4 Uhr morgens wach, redeten, brachten sich gegenseitig ihre Sprachen bei, erzählten von ihren Ländern und zeigten Bilder. Und so haben wir, auch wenn vielleicht unabsichtlich genau den Sinn von AFS und eben einem solchen Auslandsjahr erfüllt. Für mich standen übrigens Norwegisch und Thai auf dem Stundenplan. Am nächsten Tag sind wir natürlich zeitig aufgestanden und nachdem das Camp vorbei war sind wir noch in die Stadt. Dort hat es jedoch so stark innerhalb von wenigen Minuten angefangen zu regnen, dass jeder von uns wirklich von oben bis unten durchnässt war. Jaja, und hat mal wieder die Regenzeit hier einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das hätte man als Pech sehen können, da wir jedoch „Optimisten“ und vielleicht auch ein bisschen verrückt sind hatten wir damit den größten Spaß. Die Straßen waren teilweise so überflutet, dass man bis zum Knöchel oder mehr im Wasser stand. Es war auch so, als wären die Straßen leer gefegt, da die Panameños sobald es anfängt zu regnen sich in ihre Häuser verziehen. Als wir in die Metro wollten wurde uns das auch dann von Polizisten verboten, da wir scheinbar zu nass waren. Daraufhin mussten wir dann in dem strömenden Regen noch eine halbe Stunde laufen, hatten aber den größten Spaß. Das Wochenende war sehr gelungen, jedoch viel zu schnell vorbei. Der Blog-Eintrag ist sehr reich von Bildern, aber wie sagt man so schön: „Bilder sagen mehr als tausend Worte“ und in diesem Fall zeigen die Bilder nur ein Bruchteil von dem, wie schön es wirklich war.
















Ansonsten bin ich wieder Zuhause, habe viel Spaß  und lerne wie der Alltag hier so aussieht. Und ihr seid wieder mit neuen Informationen versorgt! J
Wie gewohnt noch ein Zitat zum Ende, welches dieses Mal an die Menschen geht, welche ich hier kennengelernt habe:

"1 universe, 9 planets, 7 seas, 204 countries,809 islands and I had the privilege of meeting you!" 


Eure Ronja 

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