Sonntag, 31. Januar 2016

Lost in paradise...

150 Tage...

...bin ich jetzt in dem schönen Panama.
...seit ich meine Heimat und mein ganzes Leben verlassen habe.
...voller schöner Erinnerungen.
...voller schweren Situationen.
...lerne ich schon Spanisch.
...lerne ich die Menschen hier gerne zu haben.
...vermisse ich meine Familie und Freunde.
...freue ich mich hier zu sein.
...voller Tränen, sowohl aus Schmerz als auch aus Freude.
...voller Überraschungen.
...in welchen ich mich sehr an so manches gewöhnen musste.
...die mir immer mehr zeigen wie ich mich veränder.
...durch die ich die Menschen gelernt hab die ich jetzt nicht gerne missen würde.
...in welchen mehr passiert ist als man es jemals beschreiben könnte.

...172 Tage

...welche nicht einfacher werden als die vorherigen. 
...in welchen ich noch mehr lernen werde. 
...die ich genießen werde, so leicht oder schwer sie auch sind. 
...auf welche ich mich freue. 
....und dann komme ich schon wieder nach Deutschland. 
...um mehr hier zu entdecken. 
...für viele unglabliche Erinnerungen. 
...um viele Lektionen zu lernen. 
...um mehr Spanisch zu lernen. 
...um einfach hier zu leben und zu lachen.

  
Erst einmal hoffe ich dass alle gut ins neue Jahr gestartet sind. Ihr habt ja immer wenigstens 6 Stunden Vorsprung. Mein Jahr 2016 ist echt super gestartet, kann ih behaupten. Erstmal waren wir an einem Strand, von welchem ich schon mal in einem Blogeintrag berichtet habe. Dieser Strand heißt "Playa Uverito" und ist in der Nähe von Las Tablas, der Hauptstadt von Los Santos (die Region in welcher ich wohne). Dieser Strand muss ich ehrlich zugeben, ist nicht besonders. Aber mir gefällt er trotzdem. 



Außerdem berichte ich in diesem Blog-Eintrag über ein Ereignis, welches eins der größten meines Auslandsjahr ausmachte. Jeder der meine Familie in Deutschland kennt, weiß dass sie hin und wieder Überraschungen mögen. So hat mein Onkel mir also angekündigt dass er aus seinem Urlaub in der Dominikanischen-Republik einen kleinen Abstecher machen wird und mich hier besuchen wird. Er meinte auch, dass mein Cousin mitkommen wird. Als er sich also einen Mitwagen genommen hat und dann nach einem 2 2/12 stündigen Flug bis zu dem Haus gefahren ist in welchem ich wohne. Ich hatte natürlich die größte Freude ihn zu sehen. Dann meinte er jedoch dass mein Cousin doch nicht mitkommen konnte, er hatte jedoch noch "die Sachen die ich aus Deutschland" bestellt hatte im Kofferraum und so kam aus dem Kofferraum neben Nutella, Marmeladen, usw. mein Bruder heraus. Diese Überraschung ist 1000% gelungen. Und so sind wir dann nach Panama-City gefahren. Dort haben wir die Zeit und unter anderem das deutsche Restaurant genossen. Es war dann auch wirklich sehr schade, dass sie so schnell wieder abreisen mussten. Außerdem eine Warnung für alle: Whirlpools sind gefährlich!






Diesen Monat war so einiges los... so musste ich also 3 Tage nach dem ich wieder heimgekommen bin schon wieder meine Sachen packen und in den nächsten Bus nach Panama City steigen. Dort sind wir dann mittags angekommen und haben noch ein bisschen Zeit in der Stadt verbracht. Nach ein paar Stunden Schlaf hieß es dann um 4 Uhr morgens wieder aufstehen und alles fertig machen. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt und Autos zugewiesen. Für uns ging es nämlich ins Paradies- nach San Blas. Für alle die es nicht wissen (ich wusste es auch nicht so genau): San Blas ist eine Inselgruppe Panama's und besteht aus circa 365 Inseln. Sie liegen in der Karibik und das kann man sich vorstellen: sind wunderschön. Dieses Paradies gehört einem Teil der Ureinwohner Panama's und man kann dort auch nur über eine Straße hingeführt werden. Auf dieser Straße dürfen auch keine Busse oder tief gelegene Autos fahren, da es einfach auf Grund der engen und vor allem sehr steilen Straßen nicht möglich beziehungsweise viel zu gefährlich wäre. Dort wurden wir dann bis zu der Küste gefahren und von da aus ging es dann in 3 Schnellbooten für uns weiter. Wir sind dann nach circa einer Stunde an unserer Insel angekommen. Ich nenne es unsere Insel, weil es eine Privatinsel war auf der nur wir (circa 35 Leute) und eine Familie der Ureinwohner gewohnt haben. Das kann man sich dann  mit so Häusern auf Stelzen vorstellen. 
Wir haben kurz unsere Sachen verstaut und dieses mal war es ganz anders als in der ersten Reise in welcher wir in einem Hotel geschlafen haben, Hier war das Gefühl ganz anders. Anstatt der heißen Dusche in Bocas del Toro gab es hier Wassertonnen aus welchen man mit einem Becher oder Eimer eine Art "Ice Bucket Challenge" machen musste. Was auch wirklich total anders war und für meinen Geschmack auch lustiger.  
Wir sind dann sofort wieder in die Schnellboote eingestiegen und sind dann zu einer anderen größeren Insel gefahren, welche so einen wunderschönen Strand hatte, man dachte man ist am träumen. Ich weiß ich hab schon von den Stränden in Bocas del Toro geschwärmt aber diese Strände haben sie noch übertroffen. Das Wasser ging von weiß (auf Grund des total weißen Sandes) bis zu allen schönen Farben aus dem Sortiment der Farben auf der Basisfarbe Blau. Außerdem ist hier gerade die Sonnenzeit und so hatten wir kaum Wolken am Himmel.





So ist man also im Paradies. Könnte ja scheinbar nicht besser sein, oder? Aber wenn man die richtigen Menschen dabei hat ist es noch 100 mal besser. Mit diesen Menschen hatte ich das beste Los gezogen welches ich je hätte ziehen können. Diese Austauschschüler aus Deutschland, Italien, Österreich, Norwegen und der Schweiz sind der Wahnsinn. Und alle zusammen sind wir auch nicht so leicht, haha.  Zum Mitagessen sind wir übrigens zu der "Essens-Insel" gegangen. Was ist besser als schönes Wetter, eine Insel zum Essen, schöner Strand, wunderbares Wasser, geniale Menschen und eine frische Kokosnuss in der Hand. 





Am nächsten Tag ging es dann auch direkt nach dem Frühstück zu der nächsten Insel. Das war der schönste Strand den ich jemals gesehen habe, wir sind um die ganze Insel gelaufen, haben viele viele Fotos gemacht, die Sonne und das Wasser genossen und Musik gehört. 









Nach diesem Strand sind wir dann mit dem Boot weiter gefahren und sind zu einem sogenannten "Naturschwimmbad" gegangen. Niemand hatte erwartet dass es wirklich so cool wird weil es mitten auf dem Meer war und wunderschön und man konnte auch ein paar Seesterne entdecken. Man musste einfach nur aus dem Boot springen. 


Später stand noch ein wirklich genialer Punkt auf dem Plan. Direkt neben unserer Privatinsel gab es noch eine andere Insel, welche wie ein Dorf aufgebaut war. Wir wurden dort von den Guna Yala's empfangen, dass sind die Ureinwohner. Sie haben uns traditionell angezogen. Diese Kleidung ist sehr farbenfroh und speziell, uns hat es jedenfalls für diesen Abend sehr gut gefallen. Sie zeigten uns wie traditionell tanzt und haben es uns dann auch noch beigebracht. Ich muss jedoch zugeben, dass es obwohl es recht leicht schien bei uns nicht so gekonnt aussah, haha. Viel Spaß bei den Bildern.











Am nächsten morgen sind wir dann auch wieder mit den Autos 4 Stunden nach Panama City und von dort aus dann wieder 4 Stunden nach Hause. Hatte ja wenigstens gute Begleitung. 

Es hieß aber nicht so lange ausruhen, da ich 3 Tage später wieder nach Panama City musste wegen dem "Midstay-Camp" von AFS musste. Der Name sagt ja schon, dass es eben deswegen war weil wir jetzt fast die Hälfte unserer Zeit hier verbracht haben. Wir sind Freitag-Mittags angekommen, haben viel über unsere Familien, neuste Ereignisse, usw berichtet und gehört. Abends sind wir dann noch in die Albrook-Mall gegangen und waren beim Bowling und Eis essen. Am nächsten Tag mussten wir recht früh um 5 Uhr aufstehen, da wir eine Stunde später aufgebrochen sind zu unserem spannendem Ziel: dem Migrationsbüro. Und dort hieß es dann: warten, warten, warten,...
So konnten wir circa um 4 Uhr Mittags das Büro endlich wieder verlassen. Nun haben wir wenigstens einen Panamesischen Pass auf begrenzte Zeit mit wunderbaren Passfotos, welche direkt im Büro mit einer Webcam und dem besten künstlichen Licht gemacht wurden. Aber wir sind zufrieden! 
Dann gings gestern wieder heim! 



Mehr gibts dann im nächsten Blog-Eintrag. Mal schauen was bis dahin so passiert!

"People don’t take trips - trips take people." – John Steinbeck

 Eure Ronja


















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